Rotfuchs

Er hat einen zweifelhaften Ruf: der schlaue Dieb, der stinkende Krankheits-Überträger, Einbrecher im Hühnerstall… Sicher, schlau ist er, das Parfume ist Geschmackssache (und nicht für uns gemacht!) und Tollwut war ein Problem. Inzwischen aber dank der Impfaktionen der 1980er Jahren ist dieser Virus in Deutschland verschwunden.

Ich bewundere die Schönheit, die Eleganz, mit der er Mäuse fängt und die Welpen sind einfach Zucker. Er sorgt er zusammen mit den Schweinen und Eulen für die Regulation der Mäuse, was im Wald die Förster sehr zu schätzen wissen. Der Verbiss durch Mäuse an den jungen Baumtrieben ist viel bedeutsamer als der oft diskutierte „Schaden“ durch Rehe. Ein Problem wurde er als „Kulturfolger“ für die Arten, die durch uns Menschen schon schwer unter Druck geraten waren: bodenbrütende Vögel wie die Rebhühner und Hasen. Doch er ist nicht der Grund für das Verschwinden dieser Arten, wenn auch nun ein weiterer Tropfen im überlaufenden Faß. Die Jäger sollen hier regulierend eingreifen. Wäre schön, wenn dann wenigstens der schöne Pelz gewertschätzt werden könnte.

Weihnachten lausche ich gerne in der Nacht nach den rauhen Rufen der Füchse bei der Ranz. Ihr Spiel schaut wild aus, aber wenn sie sich riechen können werden sie anschmiegsam und im Mai kommen die Welpen.

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